Di, 21. November 2017

Tom Wheeler

05.02.2015 10:22

US-Regulierer fordert strikte Netzneutralität

Die Telekom-Aufseher in den USA gehen bei der Netzneutralität weiter als ihre europäischen Kollegen. Ihre schärfere Internetregulierung soll unter anderem bei bezahlten Überholspuren im Netz eingreifen und sicherstellen, dass alle Online-Dienste vom Provider gleichbehandelt werden.

Der Chef des amerikanischen Telekom-Regulierers FCC, Tom Wheeler, will mit strikten Regeln den gleichberechtigten Zugang zu Internetnetzen durchsetzen. Nach seinem Plan sollen Breitband-Dienste ähnlich wie Versorgungsnetze reguliert werden, erklärte Wheeler. Damit bekäme die FCC breite Vollmachten, um etwa eine Diskriminierung durch bezahlte Überholspuren zu verhindern.

Außerdem will die Regulierungsbehörde den Markt für die großen Daten-Pipelines im Hintergrund stärker durchleuchten. Spezialisierte schnelle Dienste sollen trotzdem möglich sein. Die FCC soll am 26. Februar über die Vorschläge beraten.

Erfolg für Befürworter der Netzneutralität
Wheelers harte Position ist ein Erfolg für die Befürworter der sogenannten Netzneutralität, nach der alle Arten von Daten gleich behandelt werden müssen. Die Internetanbieter erklären, die bezahlten Überholspuren seien für Dienste gedacht, die eine schnelle und gesicherte Datenübertragung erfordern - etwa Gesundheits- oder Verkehrsanwendungen. Sie deuteten bereits Klagen an, wenn die FCC sich zu einer derart scharfen Regulierung entschließen sollte.

Verfechter der Netzneutralität befürchten ohne strikte Regeln ein Zwei-Klassen-Netz, in dem kleinere Firmen, die kein Geld für schnellere Leitungen haben, benachteiligt werden. Präsident Barack Obama hatte die FCC im November zu einem harten Vorgehen zum Schutz der Netzneutralität aufgefordert.

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