So, 22. Oktober 2017

Nächster Skandal

17.11.2014 16:13

FPÖ-Politiker posierte mit Hitlergruß für Foto

Nach der Aufregung um den "Höhlenmenschen"-Sager des Landesgeschäftsführers Christian Höbarth wird die niederösterreichische FPÖ erneut von einem Skandal erschüttert. Von Nachwuchshoffnung und Regionalreferent Andreas Bors ist ein Foto aufgetaucht, das den 25-Jährigen zeigt, wie er die rechte Hand zum Hitlergruß erhebt. Bors legte noch am Montag alle seine Ämter zurück.

Das verhängnisvolle Foto, aufgenommen bei einer Silvesterfeier, wurde den Niederösterreichischen Bezirksblättern zugespielt. Bors ist auf dem Bild gemeinsam mit zwei weiteren Männern zu sehen. Alle drei posieren mit einem strammen Hitlergruß.

"Haben nur Rapid-Lieder gesungen"
Bors selbst sieht das anders und kommentiert die Aufnahme folgendermaßen: "Das ist nur eine Momentaufnahme, kein Hitlergruß. Das Foto ist alt und stammt von einer Silvesterfeier. Ich habe mehrere Zeugen, die bestätigen können, dass wir nur Rapid-Lieder gesungen haben. Mit Wiederbetätigung hat das nichts zu tun."

Mit dem Hitlergruß in der Öffentlichkeit zu posieren, ist in Österreich kein Lausbubenstreich, sondern laut Verbotsgesetz illegal. Der Strafrahmen dafür liegt bei zehn Jahren. Ein Experte vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands ortet bei Bors' Geste "Wiederbetätigung". Die Staatsanwaltschaft wird nun den Fall untersuchen.

Politische Funktionen ruhend gestellt
Kurz nachdem die FPÖ von dem Foto erfahren hatte, trat Bors von allen seinen Ämtern zurück. "Unser Funktionär hat den Wunsch geäußert, bis zur behördlichen Klärung dieser Angelegenheit alle Parteifunktionen ruhend zu stellen. Dieser Schritt wurde von der Landesparteiführung zur Kenntnis genommen. Des Weiteren hat man sich auch darauf geeinigt, ihn mit sofortiger Wirkung zu beurlauben", meinte Landesgeschäftsführer Karl Wurzer.

Bors hingegen gab folgende Stellungnahme ab: "Für mich ist es eine politisch motivierte Aktion, dass dieses acht Jahre alte Bild genau jetzt an die Öffentlichkeit gespielt wird. Ich habe im Einvernehmen mit dem Landesgeschäftsführer sämtliche politischen Funktionen bis zur behördlichen Bereinigung der Angelegenheit ruhend gestellt."

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