Stadtchef will Lösung

Um die Einhausung in Leonding wird weiter gepokert

Oberösterreich
13.04.2018 08:57
Porträt von krone.at
Von krone.at

Bei den Leondinger Stadtplanern rauchen die Köpfe! Bis kommenden Donnerstag haben sie Zeit, den Plan für die Einhausung der Westbahn zu überarbeiten und so eine Zustimmung der ÖBB zu erreichen. Die Zweifel sind groß. Doch Bürgermeister Walter Brunner ist nach langem Gezerre nun zuversichtlich.

Seit Jahren wird um die rund 1,3 Kilometer lange Einhausung der Westbahnstrecke, die das Stadtgebiet von Leonding teilt, diskutiert. „Ich bin Optimist und hoffe, dass wir am Donnerstag zu einer Einigung kommen“, sehnt der Leondinger Bürgermeister Walter Brunner (SPÖ) die letzte Runde im Poker um die Einhausung der Westbahn herbei. Er wird sich mit Vertretern der ÖBB und Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FPÖ) nach drei Wochen wieder an einen Tisch setzen und dabei betonen, dass die Hausaufgaben erledigt worden sind.

Leonding zahlt 30 Millionen Euro
 Im Gemeinderat wurde bereits die finanzielle Beteiligung abgesegnet. Leonding wird ein Drittel der rund 90 Millionen Euro beisteuern. „Wir haben die Finanzierung auf 30 Jahre ausgelegt. Da ab 2019 die jährliche Rate für das Rathaus in der Höhe von rund einer Million Euro nicht mehr fällig sein wird, ist das machbar“, erklärt Brunner.

Zusage für Drittelfinanzierung
 Seinen Optimismus teilen nicht alle. Landesrat Steinkellner sieht sich in der Rolle des Mediators und sagt: „Es gibt eine politische Zusage für die Drittelfinanzierung. Wir wissen aber nicht, von welcher Summe wir dabei genau reden.“

ÖBB wollen konkreten Plan
 Die ÖBB geben sich bedeckt, verlangen einen konkreten Plan.  Pressesprecher Karl Leitner sagt aber auch:  „Aus Gründen der Dringlichkeit muss der viergleisige Ausbau derzeit priorisiert weiterverfolgt werden. Nach Klärung der weiteren Vorgangsweise samt Kostentragung und nach Beauftragung an die ÖBB könnte die gewünschte Variante als Aufsatzprojekt in den viergleisigen Ausbau eingebunden und umgesetzt werden.“  Kein Indiz für ein „Ja“ ist für die ÖBB auch, dass im Rahmenplan 2018 bis 2023 für den Ausbau der Strecke Linz-Oftering 178 Millionen € vorgesehen sind, und es für 2017 bis 2022 noch 71 Millionen Euro waren. 

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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