Unsere Bauern haben heuer eine mehr als schwierige Zeit durchzustehen; wegen der andauernden Dürre. Die Ernteausfälle sind existenzbedrohend, der Gesamtschaden liegt bei 1 Milliarde Euro. Es fehlt an Futter für die Tiere, die Ausfälle betragen in Extremfällen bis zu 80 Prozent. Es kommt dadurch zu Notverkäufen von Rindern, Schlachthöfe sind überlastet. Dass die Bauern Unterstützung brauchen, steht außer Frage. Aber da eiert die Politik herum, versucht die Zuständigkeit von einem Ministerium zum anderen zu schieben. Und da kommt der Finanzminister ins Spiel. Für den coolen Typ sind ja die etwa 3 Milliarden Ukraine-Hilfe nur „ein paar Netsch“, mit denen sich ohnehin kein Budgetloch stopfen lässt. Also möge er doch in die Tasche greifen und nur einen Teil der „paar Netsch“, mit denen er nicht viel anfangen kann, herausrücken zur Unterstützung der Bauern. Er könnte dieses Geld, welches der Sicherung der österreichischen Lebensmittelversorgung dienen würde, ja auch „gegenrechnen“, indem er den Förderungshahn an diverse NGOs etwas zudreht (oder anders gesagt: den Förderungswahn etwas reduziert). Und nicht mehr lange überlegen; Hilfe wird jetzt benötigt. Es heißt ja: „Wer schnell hilft, hilft doppelt“.
Josef Höller, per E-Mail
Erschienen am Di, 18.8.2026
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