Der Präsident der Niederösterreichischen Industriellenvereinigung Kari Ochsner spricht sich für die Reduktion der Feiertage aus. Um konkurrenzfähig zu bleiben, müssen wir die Produktivität steigern, so Ochsner. Sei es durch Erhöhung der Wochenarbeitszeit oder durch Streichung von Feiertagen. Beide Vorschläge dürften reflexartig abgelehnt und erbost zurückgewiesen werden. Mit 13 gesetzlichen Feiertagen liegt unser Land im Spitzenfeld der EU. Die meisten Feiertage sind kirchlich begründet, doch immer weniger Menschen kennen den Anlass für die Feiertage. Das sehr katholische Land Italien hat es geschafft, kirchliche Feiertage auf einen Sonntag zu verlegen. Warum sollte das in unserem Land nicht möglich sein? Eine längere Wochenarbeitszeit würde die Wirtschaft stärken, den Fachkräftemangel entschärfen und den Wohlstand sichern. Doch diese Forderung widerspricht dem Trend nach Teilzeitarbeit und mehr Freizeit. Ochsner spricht sich auch für die Verlängerung des Wehrdienstes trotz mehr Belastung der Wirtschaft, ebenso für Selbstbehalte im Gesundheitsbereich und Anhebung des Pensionsantrittsalters aus. Es würde der Wirtschaft, dem Staatsbudget und der Wohlstandsabsicherung guttun, sachlich und unaufgeregt über die Vorschläge zu diskutieren. Das ganze Land fordert Reformen, mit den Vorschlägen des IV-NÖ-Chefs liegen die Grundlagen dafür am Tisch. Alle Interessengruppen, Sozialpartner und politische Parteien sind gefordert, darüber zu diskutieren und auf die Machbarkeit zu prüfen.
Franz Peer, Linz
Erschienen am Di, 18.8.2026
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