Ungarns neuer Premier Péter Magyar muss seine Landsleute zum Stromsparen aufrufen, da das Atomkraftwerk Paks aufgrund des extremen Niedrigwassers der Donau nicht mehr arbeiten kann und Energie importiert werden muss. Als Donauanrainer macht mich das in vielerlei Hinsicht nachdenklich, zumal auch die Nachrichten aus (Nieder-) Bayern alles andere als gut sind: In Kelheim musste die Schifffahrt bereits eingestellt werden und in Deggendorf liegen teilweise sogar Anlegestellen schon brach.Die Wasserkraft, auf die wir hierzulande setzen, kann bei niedrigen Pegeln auf Dauer wohl nicht so viel Energie produzieren, wie es für unseren von stetiger Digitalisierung und Automatisierung geprägten Lebensstil notwendig ist. Spätestens jetzt muss auch den verblendetsten grünen Idealisten mit ihren hochsubventionierten Wärmepumpen und Solarpaneelen klar werden, dass der Strom nicht einfach aus der Steckdose kommt und dass nur funktionierende Kraftwerke mit bewährter Technologie auch die notwendige Versorgungssicherheit garantieren. Auf ineffiziente und unwirtschaftliche Experimente zu setzen und gleichzeitig auch noch die individuelle Mobilität vom Scooter bis zum Lkw mit der Brechstange elektrifizieren zu wollen, das wird nicht so funktionieren können, wie manche Naivlinge sich das erträumen, .denn ohne die derzeit bekannte Verlässlichkeit landet man nur in einer anderen Abhängigkeit!
Florian Stadler, Aschach/Donau
Erschienen am Di, 4.8.2026
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