Zu meiner Zeit gab es nur 8 Schuljahre. Wir begannen mit 14 Jahren das Berufsleben. Damals gab es noch den 6-Stunden-Tag und die 50-Stunden-Woche. Von Politikern hörte man immer, 45 Arbeitsjahre seien genug. In meinem Fall wollte ich nach 45 durchgehenden Arbeitsjahren in Pension gehen. Das wäre möglich gewesen, aber nur mit ordentlichen Abschlägen. Darum ging ich erst mit 60 nach 46 Arbeitsjahren in Pension. Dazu muss ich bemerken, dass ich am Anfang durch die 50-Stunden-Woche wesentlich mehr Arbeitszeit in 46 Jahren erreichte. Es gibt aber Menschen, die mit 67 keine 45 Jahre Arbeitszeit erreichen. Darum sollte sich das Pensionsalter nur nach der erreichten Arbeitszeit bzw. nach den Einzahlungen in der Arbeitszeit richten. Warum sollte jemand, der keine 45 Jahre gearbeitet und eingezahlt hat, ohne Abschläge in Pension gehen können? Das ist alles ungerecht.
Reinfried Haselsberger, Bad Hofgastein
Erschienen am Mo, 21.9.2026
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