Das freie Wort

Windräder

Windräder und der nicht versiegelte Boden: Beim Thema Windkraft wird oft behauptet, die Anlagen würden kaum Fläche versiegeln. Das klingt beruhigend, stimmt aber nur teilweise. Denn was gerne verschwiegen wird: Der Unterbau eines Windrades bleibt für immer im Boden. Ein modernes Windrad hat ein Fundament mit 15–20 m Durchmesser und einer Tiefe von 3,5 bis 5 m. Das sind 300–600 m² Betonfläche pro Anlage. Bei einem Windpark mit 12 Windrädern bedeutet das: 0,36–0,72 Hektar dauerhaft versiegelte Fläche, 3600–7200 m³ Beton, 2400–4200 Tonnen Stahl. Diese Betonpilze verschwinden nicht. Sie bleiben als ewige Fremdkörper im Boden, selbst wenn die Anlage längst abgebaut ist. Darüber wird oft nur eine dünne Schicht Erde verteilt – 0 bis maximal 2 m. Optisch sieht es dann wieder nach Wiese aus, aber darunter liegt ein Betonklotz, der keinen Tropfen Wasser durchlässt und keine natürliche Bodenfunktion mehr hat. Wenn also von „nicht dauerhaft versiegelt“ gesprochen wird, bezieht sich das nur auf Schotterwege oder temporäre Kranflächen. Das Fundament selbst ist dauerhaft zerstörter Boden. Wer über Windkraft diskutiert, sollte diese Zahlen kennen. Denn ehrliche Energiepolitik beginnt damit, die Realität nicht zu beschönigen.

GR Aloisia Vanicek, Asparn a.d. Zaya

Erschienen am Di, 4.8.2026

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