Die Paketsteuer ist eh keine Steuer, sondern „nur“ eine Abgabe, weil eine Mehrfachbesteuerung sogar in Österreich verboten wäre (das Gleiche gilt übrigens für die NOVA). Die Paketabgabe wurde nun angeblich eingeführt, um die Senkung der Umsatzsteuer auf einige wenige Lebensmittel „gegenzufinanzieren“. Diese schildbürgerliche USt.-Senkung kostet den Handel (also den Kunden) mehr, als sie bringt. Die Gegenfinanzierung wird weder verfassungsrechtlich noch EU-rechtlich zu halten sein, also Millionen an Verfahrenskosten und Milliarden an Rückzahlungen kosten. Wieder bezahlt vom? Richtig: Steuerzahler! Also eine Steuer, die uns nur Geld kosten wird, einzuführen, um eine andere Steuer, die ebenfalls mehr kostet, als sie bringt, gegenzufinanzieren – das kann nur Österreich! Noch mehr Steuern, noch höhere Rekordeinnahmen und am Ende des Tages noch höhere Defizite bei ständig sinkenden Standards, so kann man wenigstens verstehen, wie dieses Kuriosum „gelingt“.
Ing. Pablo Spitzer, Groß-Enzersdorf
Erschienen am Di, 14.7.2026
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