Um die Budgetziele einzuhalten, werden einmal mehr Bahnprojekte in Niederösterreich verschoben. Mit der Veröffentlichung des neuen ÖBB-Rahmenplans 2027-2032 ist klar: Es dauert noch länger bis zu einer leistungsfähigeren Zugverbindung im Zentralraum zwischen der Landeshauptstadt und Krems! Das zweite Gleis zwischen St. Pölten und Herzogenburg soll nun frühestens 2036 in Betrieb gehen. Die ÖBB sprechen von verfahrenstechnischen Gründen. Für die seit Jahrzehnten immer wieder in Rahmenplänen angekündigte Elektrifizierung der Strecke zwischen Herzogenburg und Krems wird sogar erst eine Umsetzung bis 2040 anvisiert. Die von der Statistik Austria veröffentlichten Wachstumszahlen zeigen, dass die Landeshauptstadt und der Zentralraum das höchste Bevölkerungswachstum aufweisen. Angesichts dieser Tatsache ist es richtig, dass sich St. Pölten und die Gemeinden an den Bahnstrecken südlich und nördlich der Landeshauptstadt seit Jahren um den damit notwendigen zeitgerechten Ausbau der Verkehrsinfrastruktur des Zentralraums bemühen. Die Folgen des Wachstums sind zu bestimmten Tageszeiten besonders im Bereich der Stadteinfahrten deutlich zu sehen. In Anbetracht dieser Entwicklung ist es vollkommen unverständlich, dass das Verkehrsministerium praktisch alle notwendigen Ausbaupläne im Bereich Schiene um Jahre verzögert. Wie können den Verantwortlichen die Landeshauptstadt und der Zentralraum im Herzen von Niederösterreich derart egal sein? Höchste Zeit, dass sich Stadt und Land gemeinsam mit Hochdruck um die längst fälligen Investitionen für die Regionalbahnen beim Verkehrsminister bemühen!
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