Herr Schellhorn bejammert in seinem Brief an die „Krone“ seinen Kampf gegen Gewohnheiten und Pfründe, um seiner Aufgabe als Deregulierungsstaatssekretär irgendwie gerecht werden zu können. Dabei geht es wohl sicher nicht um die vom Amtsschimmel bis aufs Blut sekkierte Bevölkerung, sondern um die Maden im Speck, die ihre nicht vorhandene Berechtigung und ihren unverdienten Platz am Füllhorn des Steuerzahlers sowie ihre ungerechtfertigte Macht verteidigen, solange es nur irgendwie geht. Herr Schellhorn, wäre es nicht ganz einfach? Auf den Tisch mit den Behördenstellen, mit den Namen und Parteizugehörigkeiten auf den unnötigen Versorgungsposten. Öffentliche Anhörungen der Systembremser – und die geld- und ressourcenverschwendenden „Zuständigen“ sollten endlich gedenken, etwas Sinnvolles statt Blockierendes zum Staatsgeschick beizutragen. Weiters sollten all diese mühsamen Steine entfernt werden, die dem arbeitenden Volk und den Kleinbetrieben zusätzlich in den Weg geworfen werden, indem sie die Hälfte des Einkommens an den gierigen Staat abliefern müssen. Glauben Sie uns, Sie haben nicht den schwierigsten Job in diesem Land, werden aber fürstlich dafür entlohnt. Also Schluss mit Selbstmitleid und unangebrachtem Gejaule und Gejammer! Gerade weil es so viele Punkte gibt, an denen Sie angreifen sollten, ist Ihre Abteilung von mir aus eine sehr wichtige. Aber durchbrechen Sie die übliche Herangehensweise in der hohen Politik und halten Sie ausnahmsweise, was Sie für den eigens für Sie erschaffenen Job versprochen haben! Andernfalls wären Sie und Ihre Mitarbeiter nur eine zusätzliche Bürokratiestelle, die jegliche Berechtigung augenblicklich verloren hat!
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