Der neue ORF-Chef steht bereits fest und wurde wohl ein letztes Mal von den beiden ehemaligen Großparteien ohne Mitwirkung der Zwangsabgaben-Zahler bestimmt. Claus Pándi bemerkt zu Recht, dass offenbar aus bereits erlittenem Schaden nach wie vor nichts gelernt wurde und die absehbar schwindende Bedeutung der beiden in der Regierung agierenden Parteien ein letztes Mal den Wunsch nach einer noch möglichst langen netten Zeit der gewohnten Machtausübung hochkommen ließ. Genau das will aber der wählende Bürger nicht mehr. Nämlich, dass wichtige und extrem gut bezahlte Positionen im ORF und auch im gesamten staatsnahen Bereich nach wie vor intern ausgemauschelt werden. Dadurch gelangen oft nur mehr die dritte und vierte Garnitur parteiaffiner Zuträger in diese Positionen und die wirklich guten Leute, die unser Land gerade jetzt mehr denn je bräuchte, wenden sich angewidert ab. Der daraus resultierende demokratiepolitische Niedergang scheint unaufhaltsam zu sein und fördert einmal mehr Demokratiemüdigkeit und den Wunsch nach einer autokratisch-populistischen Führung. Wir kennen das aus der Geschichte, aber wir lernen leider nichts daraus. Die im ORF-Stiftungsrat sitzenden Nachtwächter des Niederganges hätten gerade jetzt die Chance, nicht parteikonform über die zukünftige Führung zu entscheiden, um der Bevölkerung zu zeigen, dass tatsächlich neue Wege gegangen werden. Sie werden diese Chance leider nicht nutzen und das immer dünnere Netz einseitiger Parteiendominanz im ORF kurzfristig sogar stärken.
Martin Krämer, E-Mail
Erschienen am Mi, 20.5.2026
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