Das Florianiprinzip – „Heiliger Sankt Florian, verschon mein Haus, zünd’ andre an!“ – eine Redewendung für die Haltung, Probleme auf andere abzuwälzen und von ungewollten Veränderungen verschont zu bleiben. Sobald die Bundesregierung notwendige Einsparungsmaßnahmen verkündet, wird reflexartig dieses Prinzip lautstark beschworen. Der Staat, und das sind wir alle, hat in den letzten Jahren über die Verhältnisse gelebt, alle nahmen gerne die staatlichen Unterstützungsleistungen. Das finanzielle Füllhorn, ausgeschüttet im Gießkannenprinzip, verursachte eine Budgetsituation, die ohne Gegenmaßnahmen in den Staatsbankrott führt. Jede Regierung ist und wäre gezwungen, Sparpakete zu schnüren. Plakative Forderungen nach Reformen und drastischen Einsparungen verstummen sofort, wenn diese den eigenen Lebensbereich betreffen. Selbst geringfügige Kürzungen staatlicher Förderungen oder Sozialleistungen werden als existenzbedrohend empfunden und vehement abgelehnt. Umgehend folgen Vorschläge, wo denn wirklich viel einzusparen möglich wäre. Das Florianiprinzip lebt. Die von der Regierung geschnürten Sparpakete machen keine Freude, sind für manche wirklich schmerzlich, für die Mehrheit jedoch durchaus zumutbar. Angesichts der prekären Budgetsituation sind maßvolle Einsparungen und Kürzungen besser, als sehenden Auges in den Staatsbankrott zu fahren.
Franz Peer, Linz
Erschienen am Fr, 1.5.2026
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