Der 1. Mai war früher ein Tag, an dem das ganze Dorf beim Maibaumaufstellen zusammenkam. Heute habe ich oft das Gefühl, dass die politische Selbstdarstellung und das gegenseitige Kritisieren wichtiger geworden sind als das gemeinsame Feiern der Arbeit. Wir sollten diesen Tag wieder als ein Fest der Gemeinschaft sehen für alle, die täglich ihren Beitrag leisten, ganz egal in welchem Arbeitsbereich. Ein bisschen mehr „Wir“ und weniger „Die gegen uns“ würde unserem Land gerade am Tag der Arbeit gut stehen. Besinnen wir uns wieder auf das, was uns verbindet, statt auf das, was uns trennt.
Ernst Pitlik, Wien
Erschienen am Fr, 1.5.2026
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