Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) ist Meisterin der schonenden Formulierungen. Für das beispiellose Hochkochen der Geldmedizin verwendet sie eine weichgespülte Darstellung: „Wir haben eine sehr starke Entwicklung in der Privatisierung im Gesundheitsbereich.“ Sie fordert eine Stärkung der öffentlichen Angebote, „um den privaten Sektor nicht noch größer werden zu lassen“. Das mit der geplanten Verbesserung der öffentlichen Krankenversorgung hören wir seit Jahrzehnten. Vergeblich! Jeder Laie erkennt, dass nur ein kraftvolles Eindämmen der Privatmedizin die Wende zum Guten bringt. Von einer hoch engagierten Sozialdemokratin werden ganz andere Forderungen erwartet. Ein paar Beispiele: Weg mit der Sonderklasse in öffentlichen Krankenanstalten, her mit notariell überwachten OP-Wartelisten und einem Verbot von Doppelbeschäftigung! Wer in Spitälern tätig ist, darf zukünftig nebenbei keine Privatpraxis betreiben. Die Anzahl der Wahlärzte hat am aktuellen Stand eingefroren zu werden. Nur so ist der Niedergang des solidarischen Gesundheitssystems zu stoppen.
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