Wenn man liest, dass die OMV im Vorjahr 4,6 Milliarden Euro Gewinn gemacht hat, kann niemand verstehen, dass ihnen aufgrund der Spritpreisbremse 5 Cent an Nachlass zu viel sind. Da wird mit schwammigen Formulierungen, die ohnedies kein Normalbürger versteht, nach Erklärungen gesucht. Dass damit die gesamte Regierung brüskiert wird, scheint den Entscheidungsträgern der OMV nicht von Interesse zu sein. Dieses Unternehmen nutzt seine Schlüsselrolle aus, um Vorgaben nach unten zu korrigieren. Entscheidet in solchen Fällen die Politik oder ein Unternehmen, das ist hier die Frage? Wie kann ein Unternehmen die Spielregeln neu definieren? Ich hoffe nur, dass die Politik auf den Plan gerufen wird, diesem Vorgehen entgegenzuwirken. Es darf jedenfalls der Konsument nicht übrig bleiben.
Dr. Leopold Dercsaly, Wien
Erschienen am Do, 16.4.2026
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