Wieder einmal. Wieder einmal diese Eilmeldung, wieder einmal Bilder von verstörten Menschen, Notarztwagen, Polizeiabsperrungen. Wieder einmal eine Stadt, die aus ihrer Alltagsroutine gerissen wird, weil jemand entschieden hat, mit brutaler Gewalt in das Leben Unschuldiger einzubrechen. Diesmal Mannheim. Vor Wochen Villach. Letzten Monat München. Davor Magdeburg. Es fühlt sich an, als ob wir uns an diese Schreckensmeldungen gewöhnen sollen. Als ob es mittlerweile einfach dazugehört, dass irgendwo in Europa eine Menschenmenge attackiert wird – mit einem Auto, mit einem Messer, mit einer Waffe. Die Orte wechseln, die Motive variieren, doch das Ergebnis bleibt gleich: Tote, Verletzte, zerstörte Familien. Und wir, die hilflos zusehen, wieder und wieder. Was macht das mit uns als Gesellschaft? Wir diskutieren Ursachen, schieben Verantwortung hin und her, analysieren ideologische oder psychische Hintergründe. Aber während wir debattieren, geht es einfach weiter. Immer weiter. Wie oft noch? Wie viele Male müssen wir noch Schlagzeilen lesen über Anschläge, Amokläufe, Terrorakte – bevor wir ernsthaft fragen: Wohin führt dieser Weg? Festzustellen, dass wir in einer Welt leben, in der die Hemmschwelle zur Gewalt immer weiter sinkt, ist nicht pessimistisch, sondern schlicht realistisch. Ob aus Fanatismus, Wahn oder purer Verzweiflung – Menschen greifen zur Gewalt, um ihrer Wut Ausdruck zu verleihen, und die Gesellschaft bleibt fassungslos zurück. Doch Fassungslosigkeit allein reicht nicht. Was tun wir dagegen? Was kann ein Staat tun, der die Freiheit schützen will, ohne zum Überwachungsstaat zu werden? Was kann eine Gesellschaft tun, die weder in Angst leben noch verrohen möchte? Wir haben keine einfachen Antworten. Aber die Frage drängt sich auf: Wie lange noch? In stillem Gedenken an die Opfer und mit der Hoffnung, dass diese Fragen bald beantwortet werden, bevor wir sie wieder stellen müssen.
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