Das freie Wort

Österreich muss sparen, aber bitte nicht bei mir!

In Österreich hat es sich die letzten Jahre eingebürgert, dass für fast alles Geld vom Staat zugeschossen wurde. Egal, ob es sich um Förderungen beim Autokauf, beim Hausbau, beim Heizungstausch usw. handelt. Beim Strom wurde zugezahlt, den Klimabonus bekamen sogar Gefängnisinsassen. Sozialleistungen werden besonders in Wien großzügig ausbezahlt. Der Kindergarten ist gratis, die Ganztagsschule ebenso. Und die Liste lässt sich noch lange fortsetzen. Jetzt steht uns allen, dank der „Koste es, was es wolle“-Politik von ÖVP und Grünen, das Wasser bis zum Hals. Wir müssen den Gürtel enger schnallen. Nur wo und bei wem? Täglich sieht oder liest man in den Medien, dass, egal welcher Vorschlag gemacht wird, immer jemand aufschreit und protestiert. Egal, ob es sich um Klima und Umwelt handelt, ob es um Sozialleistungen geht, die Vertreter der Pensionisten oder der Krankenkasse. Ob bei der Sicherheit oder im Bildungswesen. Überall fehlt Geld. Und alle diese Anliegen sind wichtig, besonders für die dahinter stehenden Menschen. Was auch verständlich ist. Und die Wirtschaft gehört auch neu aufgestellt. Also, wo und bei wem soll jetzt der Sparstift angesetzt werden? Vielleicht geht bei jedem dieser Dinge ein bisschen was, damit sich niemand benachteiligt fühlt. Nur, dass es so nicht weitergehen kann, ist uns allen klar. Neue Steuern brauchen wir nicht, denn es würde nur dazu führen, dass noch mehr Geld verschenkt wird. Apropos Geld verschenken: Diese Millionenspenden ins Ausland gehören sofort gestoppt und für die Menschen im eigenen Land verwendet. Und mit etwas gutem Willen und etwas Zusammenhalt schaffen wir das. Ich glaube fest daran.

Monika Haberl, Wien

Erschienen am Mi, 15.1.2025

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