Das freie Wort

Was ein Name bewirken kann

Der künftige US-Präsident Trump hat einen Teil der Ministerposten schon vergeben. Die erwähnten Namen lösen in den westlichen Staaten wie in der EU teils Kopfschütteln, teils aber ungläubiges Erstaunen aus, nach dem Motto: „Was? Das kann es aber wirklich nicht sein!“ Eine ganz besondere Wirkung dürfte die Besetzung des Gesundheitsministeriums ausgelöst haben. Trump nominierte nämlich den ehemaligen demokratischen bzw. unabhängigen Kandidaten Robert F. Kennedy Jr. zum Gesundheitsminister. Das dürfte der Dank dafür sein, dass Kennedy vor ein paar Monaten seine eigene Kandidatur aufgab und zum Entsetzen seiner Familie bekannt gab, Trumps Wahlkampf zu unterstützen. Der Rest ist bekannt: Trump wird Präsident und Kennedy (wahrscheinlich) Gesundheitsminister. Mediziner sollen deshalb bereits vor einem „dunklen Zeitalter“ warnen. Die Medien berichteten schon während des Wahlkampfes und jetzt, nach der inoffiziellen Ernennung erst recht, dass Kennedy ein Impfgegner, ein Anti-Impf-Aktivist ist, der an Verschwörungstheorien glaubt und solche auch verbreitet. Es reagierte aber sogar die US-Börse auf die Ernennung Kennedys zum Gesundheitsminister. In internationalen Medien heißt es, dass die Nominierung Kennedys ein „Schock für Pharma-Aktien“ ist und „die Kurse von Impfstoffherstellern fallen“. Wer hätte je geglaubt, dass der Name „Kennedy“ noch einmal solche Auswirkungen hat?

Josef Höller, per E-Mail

Erschienen am Mi, 20.11.2024

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