Schlechte Nachrichten überbringen zu müssen war und ist heute noch ein gefährlicher Job. Geköpfte oder in Krähen verwandelte Boten sind zwar eher selten zu finden, aber die archaischen Zeiten sind diesbezüglich nicht vorbei. Egal, ob Whistleblower, Klimaschützer oder einfach nur „lästige“ Bürger, sie alle stören den gut „geschmierten“ Lauf des Getriebes. Plagiatsjäger, Korruptionsjäger, Investigativ-Journalisten, es gibt viel zu besprechen in unserer Gesellschaft. Aber man schätzt es nicht, wenn sich „Kümmerer“ einmischen und glauben, Behörden helfen zu müssen. Neuerdings wird man als Überbringer schlechter Klimabotschaften sogar schon kriminalisiert. Nein, nicht der, der das Klima schädigt, ist kriminell, sondern der, der die Botschaft von der Klimaschädigung überbringt. Gut, jetzt könnte man dem entgegenhalten, es würde ja genügen, wenn man die Botschaft nur ausspricht oder niederschreibt. Man muss sich deshalb ja nicht auf die Straße kleben. Der Einwand ist berechtigt. Aber was, wenn der Adressat taub ist und nicht lesen kann? Okay, man könnte solche Adressaten auch einfach „herprügeln“, wie es in gewissen Politkreisen Mode ist. Mittlerweile trifft der amtliche Zorn bereits ganz weite Kreise. Wer aufzeigt, dass Kinder zum Glücksspiel verleitet werden, wird flugs in eine Krähe verwandelt. Sich von öffentlichen Zuständen betroffen zu fühlen, kann den (finanziellen) Kopf kosten. Es wird noch so weit kommen, dass man als Mittäter bestraft wird, wenn man eine Vergewaltigung anzeigt. All diese archaischen Justizformen könnten wir uns ersparen, würde die sogenannte „Amtswegigkeit“ halbwegs funktionieren. Würden die zuständigen Behörden, Ämter, Gerichte etc. ihren Job machen, bräuchte es keine „Kümmerer“.
Peter Baumgartner, St. Veit an der Glan
Erschienen am Fr, 15.12.2023
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