Man muss sich das einmal vorstellen: Polizisten und Staatsanwälte müssen den Fall T. bearbeiten. Sie verbringen Wochen damit, dieses grausige, psychisch belastende Material auszuwerten. Es ist keine Kleinigkeit, sich Videos ansehen zu müssen, wo offenbar kleine Kinder vergewaltigt wurden. Dann war letztendlich alles umsonst, da der Beschuldigte, der die ekelhafte Tat gestanden hat, nicht einen einzigen Tag eingesperrt wird. Polizisten werden sich zu Recht denken: Warum tun wir uns das alles noch an, wenn den Tätern eh nie etwas passiert? Dieses Urteil ist eine Einladung für alle Perversen, sich dieses furchtbare Zeug herunterzuladen, da sie die Gewissheit haben, dass ihnen nichts passiert.
Klaus Goldmann, Gallneukirchen
Erschienen am Do, 7.9.2023
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