Ein äußerlich geknickt wirkender Angeklagter gab vor Gericht einen tiefen und auch schockierend-abschreckenden Einblick in das abgründige Leben hinter seiner Schauspiel-Maske: Drogenmissbrauch und eine sich, wahrscheinlich auch dadurch, stetig verstärkt entwickelnde Persönlichkeitsstörung haben aus einem äußerlich eigentlich sympathisch-korrekten Mimen einen kranken Menschen gemacht. Das sollte übrigens auch allen zu denken geben, die sogenannte „weiche“ (Einstiegs-)Drogen unbedingt legalisieren wollen. Wenn sein nicht minder prominenter Anwalt argumentiert, dass sein Mandant sich seine Krankheit nicht ausgesucht hat, dann muss man dem jedoch schon entgegnen, dass wir als Gesellschaft ihn auch nicht krank gemacht haben! Nicht nur er hat individuell garantierte Rechte, sondern auch die Gesellschaft als Ganzes hat berechtigte Ansprüche, etwa jenen, vor potenziell gefährlichen Menschen beschützt zu werden. Daher verwundert es mich, noch dazu angesichts des vom Angeklagten selbst eingeräumten Ausmaßes, schon, dass zumindest vorerst keine Einweisung in den Maßnahmenvollzug erfolgen soll, obwohl der zugezogene Sachverständige erläuterte, dass alle Voraussetzungen dafür erfüllt sind und ein Rückfall bei der Drogenabhängigkeit auch einen Rückfall bei der Persönlichkeitsstörung begünstigen und wahrscheinlich machen würde. Niemand kann garantieren, dass ein Prominenter in Freiheit, der wahrscheinlich da ja wohl auch den vollen Zugriff auf seine Tantiemen und Finanzen hätte, nicht wieder an Kokain oder andere Substanzen gelangen kann. So klingt das nach einem weiteren Kanon pro unzulässiger Täter-Opfer-„Perversion“...
Florian Stadler, per E-Mail
Erschienen am Do, 7.9.2023
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