Schon die unzähligen Demos auf dem Ring waren in der Vergangenheit ein verkehrstechnisches Ärgernis: Wegen vergleichsweise kleiner Gruppen von „Aktivisten“, die für oder gegen irgendeine Lappalie „kämpften“, mussten der Berufsverkehr und auch die Öffis weiträumige Umfahrungen auf sich nehmen! Diese „Aufmärsche“ waren wenigstens noch vorher angemeldet. Doch nun bilden sich ad hoc Sitzblockaden durch Leute, die behaupten, die „letzte Generation“ zu sein, welche in der Lage ist, den Klimawandel aufzuhalten. Und um ihrem „hehren“ Anliegen spektakulären Nachdruck zu verleihen, kleben sie sich auf dem Asphalt fest. Bis sie mit chemischen Mitteln wieder losgelöst sind, vergeht viel Zeit. Während dessen können benötigte Waren nicht geliefert werden, Menschen versäumen wichtige Termine, und Rettungsfahrzeuge können Schwerverletzte nicht zeitgerecht auf den OP-Tisch bringen. Die Feuerwehr verpasst Löscheinsätze, und die Polizei kann keine blutige Auseinandersetzung unterbinden. Dies alles ist jedem vernünftig Denkenden völlig klar. Aber warum können das dann diese „Weltenretter“ mit ihren klebrigen Fingern nicht verstehen? Sie helfen der Zukunft der Menschheit keinen Millimeter, indem sie das Dasein für die jetzt Lebenden in Schwierigkeiten bringen! Inzwischen haben sie sich sogar schön clever „vernetzt“ und starten konzertierte Aktionen, denn alle Angeklebten können nicht gleichzeitig, also rasch, abgelöst werden. Und dieser Plan geht auch deshalb auf, weil Politik, Ämter und Behörden diesem unsozialen Treiben gegenüber erstaunlichen Langmut zeigen, den man etwa Falschparkern nie angedeihen lässt! Aber warum ist das eigentlich so? Wann beginnt man endlich zu erkennen, dass die Stadt nicht von den Schulschwänzern und Spaßdemonstranten „lebt“, sondern von den Steuereinnahmen ihrer Bürger! Ich glaube auch nicht, dass die Jugend insgesamt von jenem falschen Idealismus beseelt ist, für den man Klebstoff braucht. Man sollte sich wirklich zu harten Geldstrafen durchringen, statt mit einem Augenzwinkern ausgesprochenen Ahndungen geradezu klammheimliche Komplizenschaft zu signalisieren.
Helmut Magnana, Wien
Erschienen am So, 16.10.2022
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