Am 4. 6. stand in der Zeitung ein Bericht, dass Österreich weltweit Spitzenreiter im Fleischkonsum ist. Ein trauriger Rekord und die Tatsache, dass wir noch sehr in der Tradition verhaftet sind. Das bedeutet auch, alte Gewohnheiten nicht zu hinterfragen, ob sie auch sinnvoll sind und nachhaltig für Natur und Umwelt. Würden wir es hinterfragen, kämen wir auch auf die Kehrseite der Medaille, die bedeutet: Massentierhaltung, verstärkter Methanausstoß, Mitschuld am Hungertod von Millionen von Menschen in der Dritten Welt, Abholzung der Regenwälder, der Lunge der Erde und letztlich massive Tierquälerei und Ausbeutung. Halten wir uns einmal bildlich vor Augen, was ein Tier alles erleiden muss, um unsere Lust auf Milch und Fleisch zu befriedigen. Allein dieses künstliche Züchten von Rindern, Schweinen und anderen Tieren – unendliches Tierleid. Nur zu leben, um ausgenutzt und geschlachtet zu werden, für die Gaumenlust der Menschen. Das alles sind Ursachen, die nach dem Gesetz von Saat und Ernte wieder auf uns zurückfallen werden – früher oder später.
Hermine Mair, Götzens
Erschienen am Do, 9.6.2022
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