„Was wäre, wenn es nur eine Meinung gäbe?“, fragte die „Kronen Zeitung“ in Fettdruck auf der ersten Seite zum Internationalen Tag der Pressefreiheit. Darauf gäbe es eine simple Antwort: Dann würden wir – wie schon gehabt und wie es das leider noch immer in vielen Ländern gibt – in einer Diktatur leben. Aber, Gott sei Dank, es gibt in unserem Land eine, durch die Verfassung garantierte, Meinungs- und Pressefreiheit, die jedem Bürger zusichert, dass er sich schriftlich und mündlich frei äußern darf. Besonders die Presse trägt hier als „Meinungsmacher“ eine große Verantwortung, denn Pressefreiheit bedeutet nicht auch „Narrenfreiheit“, wo man auch über gesetzliche Grenzen hinweg etwa politische Gegner mit unbewiesenen Behauptungen durch den Dreck ziehen darf; gründliche Recherchen, die Prüfung des Wahrheitsgehaltes gehören zu den wichtigsten Grundsätzen des Journalismus. „Krone“-Gründer Hans Dichand hat mit seinem „Freien Wort“ die Meinungsfreiheit des Journalisten zusätzlich auch noch auf die Leser ausgedehnt, die in vielfältigen Leserbriefen ebenfalls ihre Meinung frei äußern können – und diese Meinungsvielfalt ist, was man bei manchem Blatt vermisst!
Franz Weinpolter, per E-Mail
Erschienen am Do, 6.5.2021
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