Das freie Wort

„Nichtsuperliga“

12 Vereine, die den Hals nicht voll bekommen können und mit ihrer Transfer- und Gehaltspolitik maßgeblich mit dafür verantwortlich sind, dass die Gehälter und Transfersummen im Fußball explodieren, wollen also eine „Superliga“ gründen. Milliardensummen stehen dafür bereit, um die Gehälter und Transfersummen noch weiter in die Höhe zu treiben. Der Zugang zu diesem elitären Kreis soll dann natürlich streng limitiert sein. Man will ja unter sich bleiben. Das passt zu unserer Zeit, in der sich die Eliten immer mehr abkapseln, um unter sich zu bleiben, damit sie immer mehr vom Kuchen abbekommen, von dem man sich bereits jetzt den Großteil einverleibt. Aber auch das ist ihnen nicht genug. Es muss noch mehr werden. Und um das sicherzustellen, kapselt man sich ab, gründet in diesem Fall eine „Superliga“. Als Sportfan, der von der Vielfalt lebt, der auch andere Vereine, der auch einmal Underdogs gewinnen sehen will, ist das eine einzige Katastrophe, was diese abgehobenen Größenwahnsinnigen, die sich selbst in die Lage gebracht haben, immer mehr Geld reinbuttern zu müssen, vorhaben. Aber sie sollen nur. Man muss ihnen allerdings die Konsequenzen vorhalten. Sie müssen von der UEFA und den nationalen Ligen ausgeschlossen werden und die Spieler von den Nationalteams. Die Fans müssen ihnen die kalte Schulter zeigen, ihnen klar zeigen, dass man diesen Schritt nicht mitgehen wird. Sie sollen in ihrem Saft schmoren, um in ihrem Größenwahn unterzugehen.

Andreas Laszakovits, per E-Mail

Erschienen am Di, 20.4.2021

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