Anlässlich des Besuches von Bundeskanzler Kurz beim Impfweltmeister Israel ist die Frage aufgekommen, ob dieses Land tatsächlich als Vorbild fungieren kann. Unter genauerer Betrachtung des „Grünen Passes“ erkennt man in erster Linie ein Werkzeug, das die Spaltung der Gesellschaft nur weiter vorantreiben wird. Wer geimpft wurde beziehungsweise Covid-19 bereits hatte, erhält dieses Zertifikat über eine App und kann somit wieder am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Wer sich diesem Zwang jedoch widersetzt, wird unverzüglich bestraft unter dem Argument der allgemeinen Sicherheit. Man darf also weder ins Fitnessstudio noch in ein Theater oder andere Kultureinrichtungen, sogar zur Arbeit darf man nicht mehr fahren. Somit wird eine Zweiklassengesellschaft geschaffen, in der nur noch zwischen „braven“ und „bösen“ Bürger/innen unterschieden wird. In anderen Worten, Grundrechte stehen nur noch jenen zu, die sich der Staatsräson unterwerfen. Ein Staat, in dem Menschenrechte seit Jahrzehnten mit Füßen getreten werden, kann also kein Vorbild für Österreich sein. Zu guter Letzt muss man sich noch die Frage stellen: Ist das die Zukunft, die wir wirklich wollen?
Julian Davit, Wien
Erschienen am So, 7.3.2021
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