Die Historikerin Dr. Martina Winkelhofer ist eine Frau, die die Bedeutung des Heeresgeschichtlichen Museums richtig interpretiert hat und es wagt, das Kind beim Namen zu nennen: Das Museum ist im 19. Jahrhundert errichtet worden, als Österreich-Ungarn eine europäische Großmacht war und damit die militärhistorische Geschichte des Habsburgerreiches darstellen wollte. Wie kann man nur auf diese Schnapsidee kommen, den Museumseingang zu verlegen, um dem Besucher zu ersparen, das Museum über die Feldherrenhalle zu betreten? Was hinter den Überlegungen der Initiatoren steckt, kann man an dem Verdacht ablesen, das Museum beherberge antisemitische und rechtsradikale Inhalte in seinen Ausstellungsstücken oder schriftlichen Aufzeichnungen. Der Ausstellungsbesucher hat keine Belehrungen nötig, er weiß, dass Österreich seit dem 12. November 1918 eine Republik ist und sich kein Nachbarland von unserem Bundesheer be-droht fühlen muss.
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