Kurz, der „Profi-Pessimist“, urplötzlich optimistisch ist. Für nächstes Jahr sagt er voraus, verliert das Virus seinen Graus! Das stimmt uns Bürger richtig heiter! Doch wie geht’s wirklich demnächst weiter? Genügt es einfach, nichts zu tun, sich brav zu Hause auszuruhn? Wer soll die Tagesarbeit machen? Wer soll den Rechtsstaat überwachen? Wer soll die kranken Menschen pflegen? Wer soll für uns ins Zeug sich legen? Wer soll für Nahrung garantieren? Wer soll noch planen, investieren? Wer soll Kontakte weiter halten? Wer soll Kommunen noch verwalten? Wer soll sich kulturell bewähren? Wer soll wie stets den Müll entleeren? Dies alles muss man hinterfragen, will man der Sorge Rechnung tragen, die bis zum Sommer uns belastet, weil dieses Virus frech nicht rastet. Vielmehr bedenklich sich verbreitet und mich zur Annahme verleitet, bis hin zum Sommer wird es schwer, wo nimmt man Optimismus her? Ach ja, so grauslich ist die Sache nicht: Ist doch ein Impfstoff schon in Sicht!
Willibald Zach, Krems
Erschienen am Mi, 23.9.2020
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