Wenn im Zusammenhang mit dem Brand im Flüchtlingslager Moria den Kirchen vorgeworfen wird, nichts für Kriegsflüchtlinge zu tun, dann sei daran erinnert, dass Vertreterinnen und Vertreter aller christlichen Kirchen in ganz Österreich seit 5 Jahren pausenlos an die Politik appellieren, vor Krieg flüchtende Menschen nicht als politisches Faustpfand zu missbrauchen, sondern ihnen vor Ort zu helfen und vor allem Kinder in Österreich aufzunehmen. Pfarrgemeinden, Orden und die Caritas helfen immer, wenn es humanitäre Katastrophen im In- und Ausland gibt – sehr oft abseits der Öffentlichkeit. Der Appell an die Kirchen, ihre Pforten aufzumachen, geht in die falsche Richtung. Wir helfen aktuell in Griechenland und sind bereit, Kinder und Familien aufzunehmen. Es fehlt aber am politischen Willen.
Mag. Ernst Sandriesser, Direktor Caritas Kärnten
Erschienen am Sa, 19.9.2020
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