Warum lernen die Menschen nicht aus der Geschichte?
Als Mitglied der älteren Generation erinnere ich mich sehr gut an die Ereignisse in unseren Nachbarländern in den Jahren 1956 bzw. 1968. Als Revolutionsansätze von Sowjetpanzern niedergerollt wurden. Aus Ungarn wie auch aus der Tschechoslowakei strömten damals etwa 180.000 bis 200.000 Flüchtlinge nach Österreich – ohne viel Aufhebens und ohne politisches Kalkül wurde einfach geholfen, obwohl 1956 Österreich erst ein Jahr davor die Freiheit erlangt hatte und ein aus der sogenannten B-Gendarmerie entstandenes und nur unzureichend ausgerüstetes Bundesheer an die Grenze beordert wurde, um zu schützen und zu helfen. Im Jahr 2019 kann ein im Wohlstand befindliches Europa ein Flüchtlingsschiff mit 180 Geretteten nicht in einen Hafen einlaufen lassen bzw. wird die „Frau Kapitänin“ eingesperrt. Im Jahr 2020 können wir keine auf dem Boden schlafenden Kinder aufnehmen, oder die ganzen Familien, um sie nicht zu trennen. Warum lernen die Menschen nicht aus der Geschichte?
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