Das freie Wort

Plastikabgabe

Im kommenden Jahr will die EU eine Plastikabgabe einführen. Unser Finanzminister will die Abgabe auf nicht recycelbares Plastik aus dem Budget bezahlen. In Österreich fallen jedes Jahr 900.000 Tonnen Plastikmüll an, das kostet ca. 142 Millionen Euro, die wir nach Brüssel zahlen müssen. Ich finde, dass dies nicht der Steuerzahler, sondern der Hersteller bezahlen soll. Weil so wird der Bürger gleich zwei Mal zur Kassa gebeten (Müllgebühr, Plastikabgabe). Die Industrie ist schon lange in der Lage, die Plastikverpackungen zu vermeiden, noch ist dies zu teuer. Vereinzelt werden diese neuen Verpackungen im Handel schon sichtbar. Laut Gewessler gibt es einen drei Punkte Plan: 1. Mehrweg- Verpackungen in Einzelhandel zurückzuholen. 2. Pfand auf Einwegverpackungen: Pfand auf Plastikflaschen und Dosen. 3. Verursacher-Prinzip: Hersteller und Importeure sollen 80 Cent pro Kilo Plastikverpackung, das sie im Umlauf bringen, bezahlen. Wer recyceltes Plastik verwendet, soll weniger bezahlen. Bei sinkenden Müllbergen ist die Plastikabgabe geringer. Das beste Plastik ist das, das nie produziert wird. Also, beim Einkauf Plastik vermeiden, denn Plastik, und Mikroplastik gefährdet unsere Gesundheit.

Elisabeth Lederer, Bad Blumau

Erschienen am Di, 15.9.2020

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