Fast jeder kennt den Spruch: Gestern standen wir vor dem Abgrund – heute sind wir einen Schritt weiter. Für diesen Schritt hat nun endgültig das Virus gesorgt. Viele unserer Unternehmen befinden sich nun in diesem freien Fall, viele Arbeitnehmer wissen auch nicht, wie es mit ihnen in der Zukunft weitergehen soll. Da kommen nun Leute daher, die bereitwillig die Schulden für andere Länder übernehmen wollen. Wie beim ESM ging es vorab um einige hundert Milliarden, dann wird still und heimlich der Betrag beliebig erhöht. So spricht man jetzt von 500 Milliarden Wirtschaftshilfe für die Südländer, doch die EU träumt längst nur noch von Billionen, und die EZB druckt sie. Keiner dieser Menschen denkt jedoch daran, wie diese Summen, unsere eigenen Hilfsgelder kommen noch dazu, jemals erarbeitet und zurückbezahlt werden sollen oder wie viele Generationen damit noch belastet sein werden. Luftgeschäfte, wie sie in der Finanzwelt trotz der Finanzkrise noch immer täglich abgeschlossen werden. Beim Klimawandel wird doch so gerne das Wort „Verantwortung“ gegenüber den nächsten Generationen in den Mund genommen, dass wir diese aber mit Bergen von Schulden überschütten, ist denen wiederum völlig egal. Tja, liebe Politiker, Eure Pfründe wackeln nun auch gehörig, und da kann man nur sagen, das ist höchste Zeit.
Wolfgang Alscher, Moschendorf
Erschienen am Fr, 5.6.2020
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