Rindfleisch aus Übersee mag gut schmecken, wenn man aber sieht, wie es produziert wird, bleibt einem der Bissen im Hals stecken. Massentierhaltung, Brandrodung und die Vertreibung indigener Bevölkerung sind bei der Produktion von Rindfleisch in Südamerika nach wie vor an der Tagesordnung. Österreichs Rindfleisch wird unter Einhaltung höchster Tierwohl-, Umwelt- und Qualitätsstandards hergestellt und hat einen bis zu sechsmal geringeren CO2-Fußabdruck als Fleisch aus Brasilien. Dass Importfleisch billiger auf den heimischen Tellern landen kann als heimisches Fleisch, ist nur dadurch zu erklären, dass sich die Kosten den Umweltzerstörung nicht im Preis widerspiegeln. Dass die Bundesregierung nun plant, dieses Marktversagen durch einen entfernungsabhängigen Regionalbonus zu beseitigen, ist ausdrücklich zu befürworten. Wer weiter denkt, kauft näher ein.
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