Laut einigen Forschern dürfen wir im Herbst mit einer Corona-Massenimpfung rechnen. Alle Achtung, das ging zack, zack. Früher dauerte die Entwicklung eines Impfstoffes 15 Jahre und länger. Wie auch immer, an Mäusen wurden bereits sehr erfolgreiche Coronatests durchgeführt. Doch zu viel Euphorie ist dennoch nicht angebracht, das Virus wird nicht so einfach verschwinden. Seit Jahrzehnten gibt es Grippe-Impfungen, doch Todesfälle lassen sich trotzdem nicht vermeiden. Grippewellen kommen regelmäßig und fordern immer wieder zahlreiche Opfer, bei Corona wird es nicht anders sein. Wir stehen vor einer gewaltigen Herausforderung und fragen uns immer öfter: Wie konnte sich dieser Erreger so rasant über den ganzen Planeten ausbreiten? Wir wähnten uns in trügerischer Sicherheit und rechneten einfach nicht mit so einer Katastrophe. Da ist wohl vieles aus dem Ruder gelaufen, jetzt herrscht auf einmal Stillstand, im Grunde sind wir recht hilflos. Wir lecken unsere Wunden und blicken voller Sorge in die Zukunft. Hippokrates hat das Problem erkannt, als er meinte: „Krankheiten befallen uns nicht aus heiterem Himmel, sondern entwickeln sich aus täglichen Sünden wider der Natur. Wenn diese sich gehäuft haben, brechen sie unversehens hervor.“
Werner Schupfer, Attnang-P.
Erschienen am Mi, 6.5.2020
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