Frau Rendi-Wagner will also endlich mal eine Wahl gewinnen und am Vorsitzsessel bleiben. Völlig überraschend und unabgesprochen mit den Genossen beschließt sie eine Abstimmung der 160.000 SPÖ-Mitglieder. Mit einem No-Na-Fragebogen erhofft sie sich eine Zustimmung für ihren Verbleib an der SPÖ-Spitze. Selbst wenn sie alle 160.000 Stimmen der SPÖ-Mitglieder erhält, sind das nur 2,5% der 6,4 Millionen Wahlberechtigten in Österreich. Sie mag möglicherweise die Mehrheit der Parteimitglieder hinter sich haben, realisiert aber nicht, dass die SPÖ mit ihr keine Wahl gewinnen wird. Auch wenn Doskozil mit dem missglückten Postenschacher einige Stimmen verloren hat, er ist noch immer der mit Abstand größte Sympathieträger der SPÖ. Er liegt in den Umfragen über den SPÖ-Werten, Rendi-Wagner weit darunter.
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