Am Montag starten laut der zypriotischen Ratspräsidentschaft die Beitrittsgespräche der EU mit der Ukraine. Damit ist es höchste Zeit, die Auswirkungen einer möglichen Aufnahme der Ukraine zu beleuchten. Eine Voll-Mitgliedschaft der Ukraine würde die EU-Staatengemeinschaft vollkommen auf den Kopf stellen und geht gänzlich an der Realität vorbei. Laut einer EU-internen Modellrechnung und einem Bericht in der „Financial Times“ hätte die Ukraine nach einem Beitritt in den folgenden sieben Jahren Anspruch auf bis zu 200 Milliarden Euro! Mit Aufnahme des riesigen Landes würde sich die Situation der Nettozahler und der Nettoempfänger gravierend verändern, oder die Beitragszahlungen müssten stark steigen. Auch der Bereich Landwirtschaft wäre von enormen Veränderungen betroffen. Die Ukraine verfügt mit rund 42 Mio. Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche über mehr als die Doppelte der landwirtschaftlich genutzten Flächen Deutschlands. Laut Schätzungen würde bei einer Aufnahme der Ukraine das Budget für die anderen Mitgliedsstaaten um rund 20% sinken. Auch wenn die EU mit möglichen Beitrittsgesprächen ein politisches Signal Richtung Russland senden möchte, ist es unverantwortlich, die ohnehin von vielen Problemen geforderte EU-Staatengemeinschaft durch die Aufnahme eines riesigen Landes wie der Ukraine, wo Korruption an der Tagesordnung steht, zu überfordern. Ein Beitritt unter den derzeitigen Gegebenheiten ist eine Illusion.
Mag. Hans Rankl, St. Pölten
Erschienen am Mo, 15.6.2026
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.