Alle Jahre wieder beginnen im Herbst die Lohnverhandlungen. Das ist die Gelegenheit, bei der die Gewerkschafter ihre Muskeln spielen lassen. Nach den letzten Wahlniederlagen und dem fürchterlichen Zustand der Partei glauben sie, mit unverschämten Forderungen die SPÖ retten zu können. Im Gegenteil! Diese Leute verstehen noch immer nicht, dass sie mit ihren Forderungen – so fern sie ihnen durchgehen – auch die Preise in die Höhe treiben. Jene Preise nämlich, die die Arbeitnehmer dann bezahlen müssen. Ein Beispiel: In der Steiermark sperrt eine Firma – 370 Arbeitsplätze – zu. Verlegt die Produktion in die Slowakei und nach Asien. Glauben diese Gewerkschafter, dass diese 370 Arbeiter durch 4,5% mehr Lohn und zusätzlich drei freie Tage profitieren?! So zieht sich das durch alle Branchen. Die letzte Regierung hatte Steuerreformen zugunsten der Wirtschaft und der Arbeitnehmer geplant. Glauben diese Gewerkschafter, dass das Geld dafür dann noch da ist, wenn auch die Gehälter der Beamten in diesem Ausmaß erhöht werden? Österreich kann nur dann ein wirtschaftlich starkes Exportland bleiben, wenn die Firmen mit vernünftigen Preisen auf dem Weltmarkt konkurrieren können. Diese Gewerkschafter gefährden mit ihren Forderungen nach mehr Geld und weniger Arbeitsleistung ernsthaft den guten Wirtschaftsstandort Österreich.
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