Michael Jeannée hat wieder einmal zum Gaudium seiner Fans zugeschlagen. Christian Kern ist „entweder wo angerannt, hat einen über den Durst getrunken, am Strand von Tel Aviv zu viel Sonne erwischt oder ist einfach nur meschugge“. Dieser hat sich erdreistet, als „Entlastung für die Luxus-Genossen“ auf eine Rolex des „Stalinisten und Massenmörders Che Guevara“ (Zitat Jeannée) zu verweisen. Funktionäre, Mitglieder oder Wähler der Sozialdemokratie müssen kein Armutsgelübde ablegen. Sie können mit ihrem Einkommen machen, was ihnen beliebt. Auch in einem Nobelrestaurant essen. Das wissen auch Jeannée und die anderen Kritiker an den „Porsche-Sozialisten“. Bruno Kreisky fuhr nicht gerade billige Autos der Marke Rover. Der „Sonnenkönig“ trug Maßschuhe, die in den 1970er-Jahren bis zu 10.000 Schilling kosteten. Damals ein sehr schönes Monatsgehalt. Darüber hinaus trug er Maßanzüge von einem Nobelschneider. Er wohnte in einer großen Döblinger Villa. Dieser aus großbürgerlichen Verhältnissen stammende „Luxus-Genosse“ hat seine Freiheit und sein Leben für ein freies und demokratisches Österreich riskiert. Als Bundeskanzler hat er wie kein anderer zur Modernisierung Österreichs und Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen beigetragen. An diesen Leistungen und nicht an der Verwendung ihrer Einkommen sollen Politiker aller Parteien beurteilt werden.
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