18 verschiedene Modelle von Ford und Landrover dürfen im Spiel gesteuert werden. Dabei stehen neben diversen SUVs von Ford auch die klassischen Land-Rover-Modelle "Defender" und "Discovery" zur Auswahl. Zusätzlich gibt es noch ein paar Konzeptfahrzeuge, die es bisher nicht zur Marktreife gebracht haben.
Neben den Einzelrennen bietet der Arcade-Racer einen sehr simplen Karrieremodus. Auf einer Landkarte müssen nach und nach Rennen absolviert und natürlich gewonnen werden, um das nächste Rennen frei zu schalten. Für das richtige Offroad-Feeling sorgen drei unterschiedliche Klimazonen. So geht es auf jeweils vier Strecken auf Eis, Sand und wasserreichem Terrain ordentlich zur Sache. Die Läufe müssen zudem in beide Richtungen absolviert werden.
Für etwas zusätzliche Abwechslung sollen erweiterte Ziele sorgen. Beispielsweise muss die Schadensanzeige des eigenen Fahrzeugs im Auge behalten werden: Wer zu oft mit den Gegnern oder der Streckenbegrenzung kollidiert, wird schlussendlich sein Rennen zu Fuß beenden. Klingt in der Theorie recht gut, hat aber in der Praxis nur wenig Auswirkung auf das Spielgeschehen und bringt keinerlei Zusatzmotivation.
Mit Fortdauer des Spiels und dicker werdendem Bankkonto dürfen neue Modelle erworben und genutzt werden. Wenigstens dieses Feature sorgt für etwas Anreiz weiterzuspielen.
Das Spiel verfügt trotz der Originallizenzen über ein Schadensmodell. Wobei das auch schon wieder übertrieben ist, denn so wirklich haben sich die Entwickler anscheinend nicht getraut, dies auch vernünftig umzusetzen. Die Schäden der Fahrzeuge werden hauptsächlich durch einen Balken verdeutlicht. Erst wenn dieser fast das Maximum erreicht hat, werden Schäden am Wagen selbst überhaupt erst sichtbar, ähneln dann aber immer noch eher kleinen Kratzern als echten Beulen.
Da die Fahrzeuge trotz der Schäden nicht langsamer zu werden scheinen, lohnt sich eine vorhandene Reparaturmöglichkeit zwischen den Rennen überhaupt nicht. Vor allem da auf den Strecken verteilte Powerups den Wagen im Vorbeifahren augenblicklich wieder aufpolieren.
Technisch kann "Offroad" ebenfalls nicht überzeugen. Während die Steuerung durchaus in Ordnung ist, wenn man davon absieht, dass die Fahrzeuge selbst in den Kurven fast wie auf Schienen fahren, präsentieren sich sowohl Grafik als auch Sound nur auf einem sehr durchschnittlichen Niveau.
Ein Online-Modus fand nicht den Weg ins Spiel, allerdings darf zumindest im Splitscreen-Modus gegeneinander angetreten werden.
Fazit: "Offroad" ist ein biederer 08/15-Vertreter des Arcade-Racer-Genres. Auch der niedrige Verkaufspreis hilft da nur wenig. Auf der PS2 ist "ATV Offroad Fury 4" derzeit die eindeutig bessere Wahl.
Plattform: PS2 (getestet), PC, Wii
Publisher: Xplosiv
Krone.at-Wertung: 51%
von Harald Kaplan
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