250 Millionen Euro

Unwetterschäden explodieren

Oberösterreich
10.04.2008 07:19
1250 Anträge bei Landes-Katastrophenfond sind nach den Stürmen „Paula“ und „Emma“ heuer eingegangen. Das ist nur etwa ein Drittel der Schäden von Jahrhundertsturm „Kyril“ im Vorjahr. Die Schäden durch Unwetter explodieren, doch die Gewitter waren früher stärker.

In einer europaweiten Studien wurden Sturmereignisse der vergangenen 150 Jahre ausgewertet. Die Forscher kamen zu einem erstaunlichen Ergebnis: In den 1920er- und 1980er-Jahren gab es höhere Windgeschwindigkeiten. Die Unwetter-Schäden sind erst in den vergangenen zehn Jahren so explodiert. Gründe: Mehr versicherter Besitz und einfacher Zugang zu Hilfsgeldern. So haben „Paula“ und „Emma“ die Versicherungen bundesweit heuer schon 250 Millionen Euro gekostet – die Sturmprämien vom ganzen Jahr.

So gingen seit dem Jahr 2000 beim oö. Landeskatastrophenfond 37.643 Ansuchen ein. 73 Prozent wegen Hochwasserschäden – fast alles nach der Flut von 2002 - 13 Prozent nach Stürmen und neun Prozent nach Schneedruck. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 290 Millionen Euro vom Land ausbezahlt. „Es gab keine einzige Beschwerde bei der Abwicklung“, erklärt der zuständige Landesrat Josef Stockinger.

Foto: Chris Koller

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