Wieder zuhause

Besatzung der “Ponant” in Paris empfangen

Ausland
15.04.2008 11:24
Die von somalischen Piraten eine Woche lang festgehaltene Besatzung des französischen Kreuzfahrtseglers "Le Ponant" ist in Paris gelandet. Ein Airbus der französischen Regierung brachte sie von Dschibuti nach Paris. Auf dem Flughafen Orly wurde die Crew von Präsident Nicolas Sarkozy und mehreren Ministern empfangen, bevor sie von ihren Angehörigen begrüßt werden konnten.

Die "Ponant" war am 4. April von somalischen Piraten gekapert und laut Presseberichten gegen Zahlung eines Lösegeldes von gut zwei Millionen Dollar (1,27 Millionen Euro) am vergangenen Freitag frei gekommen. Anschließend hatten französische Truppen sechs Piraten in Somalia gefangen genommen.

Besatzung kämpfte gegen Piraten
Die Besatzung hat den Angriff bewaffneter Piraten mit Feuerlöschpumpen abzuwehren versucht. Alles habe angefangen, als "ein koreanisches oder taiwanisches Fischerboot" der Yacht den Weg blockiert habe, berichtete der Kapitän des Dreimasters, Patrick Marchesseau, auf dem französischen Hubschrauberträger "Jeanne d'Arc" vor der ostafrikanischen Küste.

Die "Le Ponant" habe ausweichen wollen, "weil wir die Gefahren in dem Gebiet kennen", aber dann seien "zwei schnelle Boote mit bewaffneten Männern" auf sie zugekommen. Die Seeräuber hätten mit Schnellfeuergewehren geschossen, dagegen habe die 30 Mann starke Crew nichts ausrichten können.

Geheimes Kommunikationssystem
Obwohl die Piraten jede Verständigung mit der Außenwelt verboten hätten, habe er heimlich "ein Kommunikationssystem" aufbauen können, "um Informationen über unsere Lage an Bord zu geben", berichtete Marchesseau.

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