Geld verschwendet?

Ansfelden streitet um teuren Grund-Ankauf

Oberösterreich
26.03.2008 18:37
Ein leer stehendes Betriebsgebäude mit 12.000 Quadratmetern Grund, für das die Gemeinde vor zehn Jahren 21,5 Millionen Schilling (1,54 Millionen Euro) hingeblättert hat, sorgt in Ansfelden für Streit. Die Grünen werfen Bürgermeister Walter Ernhard (SP) vor, das Geld konzeptlos in den Sand gesetzt zu haben.

„Misswirtschaft und Verantwortungslosigkeit“ werfen die Grünen der roten Mehrheit vor, weil sie den ehemaligen Geflügelbetrieb, der vor zehn Jahren in Konkurs ging und von der Stadt erworben wurde, erst jetzt weiterverkaufen will - vier Jahre, nachdem dies vom Landesrechnungshof empfohlen wurde. 

Denn ausgezahlt hat sich der Millionen-Kauf für Ansfelden nicht: Im Gebäude wurden ein Kinderhort und ein Jugendzentrum untergebracht, der Rest stand die meiste Zeit leer. Nur als Zwischenlager für die Landlerhilfe und den Hausrat von Hochwasser-Opfern leistete er „gute Dienste“, wie Ernhard sagt. Der Bürgermeister betont auch, dass durch den Ankauf die Ansiedlung von umweltbelastenden Betrieben verhindert worden sei.

Die Gemeinde habe bereits versucht, das Grundstück zu verkaufen, erklärt Ernhard weiter, doch wegen der nahen Autobahn sei das nicht gelungen. Die Grünen fordern nun, eine Immobilienfirma zu beauftragen.

 

Foto: Markus Wenzel

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