"Moderne Sklaven"
Schwere Vorwürfe gegen Nokia in Rumänien
Derzeit seien höchstens 48 Stunden zulässig. Rumäniens Arbeitsminister Paul Pacuraru hatte vor einigen Tagen erklärt, Nokia habe bei ihm eine Änderung des Arbeitsgesetzes mit dem Ziel beantragt, dieses "flexibler" zu machen. Einzelheiten wurden aber nicht bekannt gegeben.
Aus Deutschland verlagert
An den rumänischen Standort wird die Produktion des Handy-Werks in Bochum verlagert, das im Gegenzug geschlossen wird. Nokia hat bereits in der Vorwoche mit der Produktion in Jucu begonnen. Vorerst hat die Fabrik 350 Angestellte, bis Ende 2009 sollen es 3.500 werden. Die EU-Kommission prüft derzeit, ob Nokia in Rumänien unzulässige Vergünstigungen bekommen hat. Medienberichten zufolge interessiere sich Brüssel insbesondere für die geplante Befreiung des finnischen Konzerns von der lokalen Immobiliensteuer.
Nokia weist Vorwürfe "scharf zurück"
Der finnische Nokia-Konzern hat die Beschuldigungen aus Rumänien zurückgewiesen. Unternehmenssprecherin Arja Suominen sagte in Helsinki, Medienberichte über Anläufe zur Ausweitung der Wochenarbeitszeit über das gesetzliche Limit hinaus seien falsch. Man weise sie "scharf zurück". Sie erklärte: "Nokia hält sich weltweit an die arbeitsrechtlichen Bestimmungen und Gebräuche im Rahmen der in den jeweiligen Ländern geltenden Gesetze."
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