Models diskriminiert
Rassismusverdacht bei Fashion Week in Sao Paulo
Ausland
23.01.2008 12:45
Das wichtigste Modeereignis in Lateinamerika, die Fashion Week von Sao Paulo, steht unter Rassismusverdacht. In einer Untersuchung werde geprüft, ob mit dem Einsatz von zumeist weißen Models bei den Defilees dunkelhäutige Frauen bewusst diskriminiert worden seien, sagte die zuständige Staatsanwältin Erika Pucci am Dienstag (Ortszeit) der AFP.
Wenn sich der Verdacht gegen Model-Agenturen oder Einzelpersonen erhärte, drohe ihnen eine Anklage wegen Rassismus.
Der Organisator der am Mittwoch zu Ende gegangenen Fashion Week in Sao Paulo, Paulo Borges, hatte laut Staatsanwaltschaft dargelegt, die geringe Zahl dunkelhäutiger Models erkläre sich dadurch, dass nicht viele nicht-weiße Laufsteg-Schönheiten verfügbar seien.
Staatsanwältin Pucci bezeichnete diese Erklärung jedoch als nicht überzeugend. Laut einem Bericht der Zeitung "Folha de Sao Paulo" wurden 1.128 Models für das Ereignis engagiert. Nur 28 von ihnen, also lediglich zweieinhalb Prozent, waren dunkelhäutig. In Brasilien ist etwa die Hälfte der Bevölkerung dunkelhäutig.
Loading...
00:00 / 00:00
play_arrowAbspielen
closeSchließen
expand_moreAufklappen
Loading...
replay_10Vorige 10 Sekunden
skip_previousZum Vorigen Wechseln
play_arrowAbspielen
skip_nextZum Nächsten Wechseln
forward_10Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
23.01.2008 12:45







Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.