Tat der Al-Kaida?

Belgische Touristinnen im Jemen getötet

Ausland
18.01.2008 19:15
Bei einem Überfall mutmaßlicher Anhänger des Terrornetzwerks Al-Kaida (al-Qaeda) sind im Jemen am Freitag zwei belgische Touristinnen erschossen worden. Nach Angaben örtlicher Behörden wurden ein weiterer Mensch getötet und vier weitere Touristen aus Belgien verletzt. Der Überfall ereignete sich im Wadi Hadramaut östlich der Hauptstadt Sanaa. Bei dem dritten Toten handelt es sich den Angaben zufolge um einen der Fahrer der Reisegruppe. Die Behörden machten den Arm der Al-Kaida im Jemen für den Angriff verantwortlich.

Der belgische Außenminister Karel De Gucht (Foto oben) bestätigte am Freitag in Brüssel den Tod der Touristen, machte jedoch keine Angaben zum Tathergang.

Laut den Behörden im Jemen waren die insgesamt 15 Belgier in fünf Fahrzeugen von dem Wüstental Hadramaut in die als UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt Shibam unterwegs, als sie attackiert wurden. Die Angreifer hatten sich demnach hinter Bäumen versteckt und konnten anschließend in einem Auto entkommen. Die jemenitischen Sicherheitskräfte suchten nach Angaben der Provinzregierung und des Verteidigungsministeriums anschließend mit Hubschraubern nach den Flüchtigen. Mögliche Fluchtwege seien blockiert worden.

In den vergangenen Jahren hatte es im Jemen wiederholt Angriffe gegeben, die Al-Kaida zugeschrieben wurden. Erst kürzlich hatte das Terrornetzwerks im Internet die Befreiung von Anhängern aus den Gefängnissen des Landes angekündigt. Anfang Juli vergangenen Jahres waren in der Region Marib im Norden des Landes acht spanische Touristen und zwei ihrer Fahrer getötet worden. Neun weitere Menschen, darunter fünf weitere Spanier, wurden bei dem Angriff verletzt.

Im Jemen wurden zudem in den vergangenen Jahren insgesamt 200 Ausländer zweitweise als Geisel genommen. Im Dezember 2005 wurden zwei österreichische Touristen, die Architekten Peter Schurz und Barbara Meisterhofer aus Graz, entführt und nach drei Tagen wieder freigelassen.

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