Boeing-Crash

Bruchlandung durch Triebwerksversagen

Ausland
18.01.2008 19:31
Ein Versagen der Triebwerke ist der Grund für die spektakuläre Bruchlandung einer Boeing 777 auf dem Londoner Flughafen Heathrow am Donnerstag gewesen. Das ergab der am Freitag vorgestellte vorläufige Untersuchungsbericht der britischen Luftfahrtbehörde. Demnach reagierten die Triebwerke nicht, als der Pilot etwa drei Kilometer vor der Landung die Schubkraft erhöhen wollte.

"Die Geschwindigkeit des Flugzeugs verringerte sich, und die Maschine kam auf dem Gras vor der geteerten Landebahn herunter", hieß es. Nun soll der Flugdatenschreiber genau ausgewertet werden.

Der Pilot des Unglücksflugzeugs, Peter Burkill, war nach Angaben von British Airways erfahren und seit 20 Jahren im Einsatz. Er dankte seiner Besatzung auf einer Pressekonferenz am Flughafen in einer kurzen Stellungnahme. Die Crewmitglieder hätten sich extrem professionell verhalten und die Passagiere sicher evakuiert. "Fliegen ist Teamarbeit - und wir hatten ein fantastisches Team", sagte Burkill.

Ach einen Tag nach dem Unfall führte die Bruchlandung noch zu Dutzenden Flugausfällen. Allein Freitag früh wurden am verkehrsreichsten Airport Europas mehr als 50 Flüge gestrichen, wie die Flughafenbehörde BAA mitteilte. Gleichwohl äußerte die von dem Unglück betroffene Fluggesellschaft British Airways die Hoffnung, im Laufe des Tages alle Langstrecken- und 90 Prozent der Kurzstreckenflüge nach Plan abzuwickeln.

Die schwer beschädigte Maschine stand am Freitag noch immer am Ende der Landebahn. 19 Menschen wurden verletzt, als die Boeing 777 der British Airways am Donnerstagnachmittag im Gras aufsetzte und erst nach einer längeren Rutschpartie zum Stehen kam. Alle 152 Insassen konnten sich über die Notrutschen in Sicherheit bringen. Durch den Aufprall wurde bei der Maschine das Fahrgestell abgerissen, beide Tragflächen wurden ebenfalls schwer beschädigt.

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