Voll auf Zack!

Tipps und Tricks für mehr Schlagfertigkeit

Wirtschaft
08.01.2008 12:24
Ein Kollege feuert eine Verbalattacke auf dich ab – und du bist einfach sprachlos. Fünf Minuten später fällt dir endlich ein, was du entgegnen könntest. Doch dann ist es irgendwie zu spät, und du könntest dich grün und blau ärgern. Mit etwas Übung hast du immer ein paar Retourkutschen im Ärmel und wirst deine Kollegen mit deiner Schlagfertigkeit verblüffen. Hier erfährst du, welche Tricks dich voll auf Zack bringen.

Um wirklich schlagfertig zu sein, brauchst du einen wachen Kopf, eine gesunde Portion Selbstbewusstsein und eine Prise Frechheit. Hört sich an wie ein Kochrezept, und das ist es auch. Schlagfertigkeit ist erlernbar.

Zustimmungstaktik
Wenn der vermeintliche Vorwurf stimmt, ist es oft am wirksamsten, dem Angreifer einfach zuzustimmen. Denn damit nimmst du ihm überraschend den Wind aus den Segeln. Ein Beispiel: Dein Kollege wirft dir vor, dass du keine Matura hast. Ein Konter könnte so aussehen: „Ja, genau. Und das wird auch so bleiben.“ Vielleicht bist du im Verkauf tätig und ein Kunde meint: „Sie sind doch nur daran interessiert, mit mir ein Geschäft zu machen.“ Auch hier gilt das gleiche Prinzip: „Völlig richtig, was denn sonst?“ Denn wer beginnt, sich hier zu verteidigen, kann sich auf ein längeres Wortgefecht einstellen.

Übertreibungstaktik
Hierbei geht es darum, den Angriff soweit aufzublasen, bis er wie ein Witz aussieht, absolut absurd klingt und der Situation einfach die Schärfe genommen wird. Wenn jemand beispielsweise sagt: „Du schwitzt sehr stark unter den Achseln“ könntest du entgegnen: „Stimmt, meine Frau duscht sogar immer darunter.“

Rückfragetaktik
Diese Methode ist ebenfalls sehr wirksam, da sie den Angriff einfach zurückspielt. Der Angreifer ist somit wieder am Zug und kommt dadurch oft ein bisschen in Zugzwang. Wirft man dir vor, inkompetent zu sein, könnte die Rückfrage entweder so aussehen: „Wie müsste denn Kompetenz Ihrer Meinung nach aussehen?“ oder so: „Was haben Sie sich denn erwartet?“.

Bumerangtaktik
Dabei tust du so, als ob der Angreifer mit seiner Aussage eigentlich sich selbst gemeint hat. Dadurch schickst du den Vorwurf wie einen Bumerang zu ihm zurück. Beschimpft dich jemand beispielsweise als „Idiot!“ kannst du entgegnen: „Ihre Selbsterkenntnis kommt etwas spät, aber immerhin!“ oder: „Endlich outen Sie sich!“.

Generell liegt der richtige Zeitraum für eine Reaktion bei zwei bis vier Sekunden. Eine stilistische Pause kann oft die Wirkung der Aussage verstärken bzw. dem Angreifer auch schon etwas die Luft abschnüren. Und manchmal ist auch Nichtbeachtung eine gute Lösung, nämlich dann, wenn andere Personen gegenwärtig sind, die genau wissen, dass die Anschuldigung jeglicher Grundlage entbehrt. So zeigst du, dass du über den Dingen stehst – allerdings musst du auch immer beachten, mit wem du dich „duellierst“. Gerade bei Vorgesetzten solltest du in punkto Frechheit vorsichtig sein. Mit etwas Training findest du jedoch schnell zum richtigen Mittelmaß und gewinnst an Schlagfertigkeit.

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