Mangel an Indizien
Mutmaßlicher Serienmörder bleibt auf freiem Fuß
Der Franzose war in früheren Jahren als Transvestit auch in deutschen Kabaretts aufgetreten. Nach seiner Festnahme am 28. November in seiner Wohnung im südelsässischen Mülhausen wurde gegen ihn ein förmliches Ermittlungsverfahren eingeleitet. Er steht im Verdacht, zwischen 1983 und 2000 in Ostfrankreich fünf Männer ermordet zu haben, was er bestreitet.
Einen Tag nach seiner Festnahme wurde er mangels ausreichender Indizien mit einer elektronischen Fußfessel nach Hause entlassen. Dagegen legte die Staatsanwaltschaft vergeblich Berufung ein.
Die Vorwürfe beruhen vor allem auf den Ermittlungen eines Fahnders und eines Untersuchungsrichters in Montbeliard bei Besancon. Ihnen war aufgefallen, dass es in einer Reihe von nie aufgeklärten Mordfällen auffallende Übereinstimmungen gab: Die Opfer waren zumeist Homosexuelle, die zunächst auf den Kopf geschlagen und dann mit zahlreichen Messerstichen getötet wurden. Der Name des Beschuldigten taucht in mehreren Ermittlungsakten auf. In Fahnderkreisen war zunächst von 18 ungeklärten Mordfällen die Rede gewesen.
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