Minen-Drama

Verschüttete Bergarbeiter aßen Papier und Leder

Ausland
10.12.2007 10:49
Elf in einem chinesischen Bergwerk verschüttete Kumpel haben fünf Tage lang verzweifelt ums Überleben gekämpft. Wie einer der Überlebenden, Wu Pengyong, den staatlichen Medien am Montag berichtete, aßen er und seine Kollegen Papier aus Zeitungen und einem Buch sowie Lederstücke, um ihren Hunger zu stillen.

Pengyong schnitt seinen Ledergürtel in kleine Stücke und versuchte, diese in einer leeren Büchse zu kochen. Sie seien zwar nur halb gar geworden, er habe sie aber trotzdem an die anderen Bergarbeiter verteilt.

Die Bergleute waren am Sonntag völlig entkräftet aus einem illegalen Eisen- und Goldbergwerk nahe der Stadt Chengde in der Provinz Hebei gestolpert und ins Krankenhaus gebracht worden. Der Betreiber der Mine meldete den Unfall erst mit mehrtägiger Verspätung, die Behörden nahmen Ermittlungen auf. Die chinesischen Bergwerke gehören zu den gefährlichsten der Welt. In einem Kohlebergwerk der Provinz Shanxi waren durch eine Gasexplosion erst am vergangenen Mittwoch 105 Menschen ums Leben gekommen.

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